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Isolde Setka

Biografie
Geboren 1969 durfte ich den Traum leben, der meiner Mutter (Jahrgang 1940) verwehrt war – das Ballett. Begonnen hat alles mit 3 Jahren im musisch-kreativen Kindergarten von Erika Gangl & Alfred Peschek und schon als Ballettfloh bewegten sich meine Fragen in schwindelerregenden Dimensionen. Wie schaffe ich es auf einem Bein zu stehen? Und wieso sind hier alle rosa angezogen?
Auf knapp ein Jahrzehnt in der 1. Linzer Ballettschule folgte eine weitere Dekade des Wettkampfes auf dem rutschigen nationalen und internationalen Parkett der Standard- und Lateinamerikanischen Tänze. Daneben startete ich meine Laufbahn als Tanzpädagogin mit dem Studium von Bühnentanz und Tanzpädagogik am Brucknerkonservatorium (heute Anton-Bruckner-Privatuniversität). Verfeinert habe ich meine tänzerischen Fähigkeiten seither vor allem in den Studios Broadway Dance Center sowie Steps on Broadway (beides  New York City). Seit 1994 gebe ich meine Leidenschaft an meine SchülerInnen an den Landesmusikschulen Bad Leonfelden, Oberneukirchen, Puchenau, Enns, St. Florian und Wels weiter, zwischen 2006 und 2018 auch am Konservatorium Wien, Privatuniversität. Seit dem Schuljahr 2011/12 kann ich als Fachgruppenleiterin für Tanz im Oberösterreichischen Landesmusikschulwerk landesweit Akzente setzen.

Ich wollte nie trennen zwischen körperlicher und geistiger Arbeit. Mein hungriges Gehirn beschäftigte sich zwischen 1999 und 2007 am Institut für Psychologie an der Universität Salzburg mit den mannigfaltigen Mustern menschlichen Wahrnehmens, Empfindens und Handelns. Im Schuljahr 2004/05 führte mich dieses Studium nach Atlanta/USA, wo ich am Agnes Scott College zwei Semester lang – lehrverpflichtungslos – ausschließlich studieren durfte.
Ich brauchte nie zu wählen zwischen kreativer oder repetitiver Tätigkeit, zwischen Aktion und Reaktion. Ich kann alle diese Momente, die einem Leben Tiefe und Profil geben, in meinem Beruf als Tänzerin und Pädagogin vereinen. Dafür bin ich dankbar. Meinen geliebten Eltern und dem Schicksal. Und allen meinen Schülern und Schülerinnen. Ihr Enthusiasmus ist der Groove im Rhythmus meines Lebens. Bewegt zu sein und selbst zu bewegen, diese Wechselwirkung ist der Inbegriff meines Glücks.

Bewegung erfüllt mein Leben, füllt es aus und gibt ihm immer neuen Sinn. Aber die Frage, was ist Bewegung, ist ebenso schwierig zu beantworten wie die Frage, was ist Leben? Ich vermute, Leben und Bewegung sind identisch. Aber wo beginnt beides? Tanzen die Kontinente eine Sarabande, einen Samba oder einen Schreittanz? Ist dieser Tanz, der Millionen von Jahren dauert, für die menschliche Wahrnehmung nachempfindbar? Und wer bestreitet den kosmischen Reigen? Wir oder die Planeten? Ein Erdfloh kann über solche Fragen nur spekulieren.
Seit 1994 gebe ich meine Leidenschaft an meine SchülerInnen weiter. Derzeit unterrichte ich an der LMS Bad Leonfelden sowie an der OÖ Tanzakademie.

Das OÖ Landesmusikschulwerk
Seit dem Beschluss des Oö. Musikschulgesetzes im Oö. Landtag am 16. Mai 1977 ist das Oö. Landesmusikschulwerk stetig gewachsen: von 34 Standorten mit 520 Lehrkräften und 13.800 SchülerInnen auf 68 Hauptanstalten mit über 70 Zweigstellen und knapp 60.000 SchülerInnen.
Im Jahr 1998 wurde dem Oö. Landesmusikschulwerk das Öffentlichkeitsrecht verliehen, was deutlich macht, dass es als Teil des öffentlichen Bildungssystems anerkannt ist.


An 105 unserer Standorte wird gegenwärtig das Fach Tanz angeboten. Ziel der Ausbildung im LMSW ist die Vermittlung von Tanz in seiner ganzen Vielfältigkeit. Die Lehrkräfte unterrichten gemäß dem Lehrplan der Konferenz der Musikschulen Österreichs (KOMU).

Das Instrument der TänzerInnen ist ihr Körper. Durch das Erlernen einer Tanztechnik und gezielten Übungen zur Körperwahrnehmung wird Körperbewusstsein gelehrt und gefördert. Ziel ist ein verantwortungsbewusster und virtuoser Umgang mit dem eigenen Körper. Dabei wird auf die individuellen körperlichen Voraussetzungen der SchülerInnen Rücksicht genommen. Die SchülerInnen sollen im Tanzunterricht ihre motorischen Möglichkeiten und Grenzen ausloten und erweitern. Das Austesten und Verinnerlichen verschiedener Bewegungsmöglichkeiten einzelner Körperteile befähigt die SchülerInnen, ihr Körperbild zu differenzieren und so ihr Instrument - den eigenen Körper - besser kennen zu lernen.


Im Tanz können wir uns als harmonische Einheit von Körper, Seele und Geist erleben und unseren ganz persönlichen Ausdruck finden. Er trägt allgemein zur Persönlichkeitsentfaltung des Menschen und zu seiner Entwicklung bei. Tanzen macht Freude und bringt Körper und Seele in Einklang.
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